Dorfers Donnerstalk (ab 2003)

... Alfred Dorfer ist ein Mann des subtilen doppelten Bodens; scheinbar arglose Sätze sind subversive Attacken auf jene selbstgefällige Mächtige, die für seine eleganten Degenstiche längst fällig sind ... Günther Paal ist der kostbar staubtrockene Interpret des Illusorischen; die Band spielt in lakonischem Zynismus mit.
Reinhard Tramontana

Die Geheimsatiriker der Republik, ... liefern unermüdlich Material. Und wirkliche Satiriker bedienen sich dessen in „Dorfers Donnerstalk“ so unverschämt, dass es eine Freude ist. Diese perfekte Mischung aus Klugheit, Witz und wohltuender Härte ist keine Selbstverständlichkeit in einem Land, wo die Angst vor den Mächtigen groß ist ...
Herbert Hufnagl

regie david schalko
mit maschek www.maschek.org
stermann & grissemann www.stermann-grissemann.com
günther paal www.gunkl.at
peter herrmann
lothar scherpe u.v.a.
 
 
MA 2412 (ab 1998)

Auf der Basis des letzten gemeinsamen "Schlabarett"-Programms "Mahlzeit" erarbeiteten Alfred Dorfer, Roland Düringer und Harald Sicheritz (Regie) die bislang 34-teilige Fernseh-Sitcom für den ORF. "Die ganze Wahrheit" (Untertitel) über die von Chaos, Inkompetenz und Korruption gekennzeichneten Geschehnisse in der "Magistratsabteilung für Weihnachts-Dekoration", in der zwei ebenso pragmatisierte wie personifizierte Gegensätze alle Hände voll zu tun haben, dem Müßiggang zu frönen – und sich gegenseitig die Büro-Hölle auf Erden zu bereiten: Alfred Dorfer als der mit Vokuhila-Frisur und Schnauzbart behübschte Vorstadt-Casanova Mike Weber und Roland Düringer als schmerbäuchiger Toupetträger und Modellauto-Bastler Engelbert Breitfuß. Weiters zum Stamm-Inventar von "MA 2412" zählen Monika Weinzettl als ebenso unterbelichtete wie formvollendete Sekretärin und Karl-Ferdinand Kratzl als reichlich kurioser Weihnachtsmann.
Noch vor dem Fernseh-Start der Serie zu Silvester 1998 waren 60.000 Video-Cassetten der ersten "MA 2412"-Staffel über die Ladentische gegangen. Damit dürfte "MA 2412" weltweit die einzige TV-Sitcom sein, die bereits vor ihrer Erstausstrahlung Kultstatus genoss. 1999 wurde "MA 2412" mit der "Platinenen Videokassette" ausgezeichnet.


Qualtingers Wien (1997)

Eine Hommage an Helmut Qualtinger.
Aus Szenen, Skizzen und Sketches, die Helmut Qualtinger in den 60er und 70er Jahren verfasste, haben die beiden Autoren Harald Sicheritz (Regie) und Alfred Dorfer 20 ausgewählt, ihnen einen dramaturgischen Ablauf verliehen und so ein Quasi’sches Pandämonium der Wiener Herzlichkeit geschaffen. Als roter Faden für diese 90-minütige "Short Cuts"-Collage, deren Episoden in einem Gemeindebau, in einem Stundenhotel, an einem Würstelstand, im Prater und in den umliegenden Gassen spielen, diente das Stück "Im Prater blüh‘n wieder die Bäume", das Qualtinger einst für sich und seine Frau Vera Borek geschrieben hatte.
Die Besetzungsliste gleicht einem Best-of der heimischen Kabarett- und Schauspielszene: Vera Borek, Wolfgang Böck, Eva Billisich, Ingrid Burkhard, Alfred Dorfer, Roland Düringer, Ottfried Fischer, Beatrice Frey, Otto Grünmandl, Andrea Händler, Wolfgang Hübsch, Karl-Ferdinand Kratzl, Karl Markovics, Erni Mangold, Louise Martini, Marianne Mendt, Fritz Muliar, Reinhard Nowak, Nikolaus Paryla, Hanno Pöschl, Lukas Resetarits, Dolores Schmidinger, Kurt Sobotka, Bibiane Zeller u.v.a.